
Eine Kohlehalde ist eine Lagerstätte von Kohle, die zur Befeuerung eines Kraftwerkes verwendet wird. Die Kohle wird mit Schüttguttransportern - Binnenschiffen und Zügen - angeliefert und mittels einer Baggeranlage eingelagert. Bei großen Kohlehalden erfolgt der Abbau der Anlage durch eine automatisch gesteuerte Anlage, die die Kohle über Förderbänder direkt zu den Öfen transportiert.
Beim Abbau der Kohlehalden ist insbesondere interessant, dass sich die angelieferte Kohle von Charge zu Charge in Brennwert und Zusatzstoffen derart unterscheiden kann, dass nur eine spezifische Mischung, auf die das Kraftwerk eingestellt worden ist, optimal verbrannt werden kann. Stimmt die Mischung nicht, wird ein Verschlacken des Ofens riskiert. Eine Verschlackung wieder zu entfernen, bedeutet einen mehrtägigen Produktionsausfall für das Kraftwerk.
Für die Vorberechnung von Laufpfaden für die Baggeranlage bietet HAUK & SASKO eine Haldensimulations-Software an. Mit dieser werden sämtliche Kohlelieferungen quantitativ und qualitativ erfasst, ebenso die genaue Lagerposition der Kohle. Anhand dieser Daten kann ermittelt werden, wie die Baggeranlage gesteuert werden muss, um dem Ofen eine optimale Kohlemischung zuzuführen.
Im täglichen Einsatz ist die Haldensimulation derzeit auf verschiedenen Kohlehalden der Evonik Steag GmbH.