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VGB Kongress 2012 Mannheim

Objektklasse

Die Objektklasse ist zunächst ein Begriff aus der objektorientierten Programmierung. Hierbei werden Computerprogramme entwickelt, die folgender Grundidee folgen: Es wird ein Grundprinzip beschrieben mit all seinen Eigenschaften und Funktionen. Dies ist ein "Objekt". Die Beschreibung dieses Objektes ist die "Objektklasse". Die Objektklasse kann nun benutzt werden um beliebig viele tatsächliche Objekte, sog. "Instanzen" der Objektklasse zu erschaffen und im Programm zu benutzen.

Ein bekanntes Beispiel für dieses Prinzip ist die Beschreibung eines Autos in Bauplänen als Objektklasse, und die Anwendung dieses Planes um viele gleiche Autos zu produzieren. So wie ein solcher Bauplan einen gewissen Variationsspielraum lässt, können sich die Instanzen einer Objektklasse in einem Computerprogramm ebenfalls in Grenzen voneinander unterschieden.

In UKIS werden die Dokumentenklassen auch als Objektklassen bezeichnet, da die Klassendefintion in UKIS über die reine Beschreibung von dateimäßig vorhandenen Dokumenten hinausgeht. Über die Klassendefinitionen wird in UKIS stets ein Prinzip beschrieben, welches dann für entsprechende Dateninhalte, die dieser Klasse angehören, angewendet wird. Dabei muss es sich nicht um Dokumente handeln, auch dokumentenlose Informationseinheiten sind denkbar, oder Inhalte, die nur virtuell in UKIS eingebunden werden, z.B. über Datenbankabfragen.

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